Die Suche nach dem richtigen Schlüsseldienst

Die Schlüsseldienst-Branche ist wohl eine der am härtesten umkämpften Dienstleistungsgebiete in Deutschland. Aber leider profitiert der Kunde davon nicht durch „Preis-Dumping“ wie in anderen Bereichen.

Schlüsseldienste en masse

Wenn man einfach mal bei Google nach einem Schlüsseldienst sucht, wird man von Angeboten geradezu überschwemmt. Man bekommt den Eindruck, dass jedes noch so kleine Dorf mindestens 5 Schlüsseldienste habe. So findet man laut Wikipedia deutschlandweit über 200.000 örtliche Unternehmen – das würde bedeuten, dass auf jeden hundertsten Haushalt ein Schlüsseldienst kommt. In Wirklichkeit gibt es aber nur etwa 3.500 Betriebe.

Häufig bieten Sicherheitsunternehmen ihre Dienste in ganz Deutschland an, obwohl sie natürlich nicht in überall einen Mitarbeiter vor Ort haben. Da man jedoch möglichst vorn bei Google platziert sein möchte, wird für jedes „Kuhkaff“ eine eigene Internetseite erstellt, um potienzielle Kunden anzulocken. In den meisten Fällen kommt man so auch an einen Retter in der Not, allerdings hat dies seinen Preis.

Notsituationen sind teure Situationen

Manchmal beginnt die Kostenfalle schon beim Anruf. Teure 0900er Nummern mit eventueller Warteschleife ziehen einem schon mal die ersten Euros aus der Tasche. Als nächstes folgen dann möglicherweise horrende Anfahrtskosten, wenn der Techniker nicht gerade ortsnah ist. Und zum guten Schluss wird auch bei der Arbeit selbst geschlampt und abgezockt, was nicht nur eine exorbitant hohe Rechnung zur Folge hat sondern auch bei unsachgemäßer Türöffnung Folgekosten verursacht. Wer dann noch nicht genug Geld ausgegeben hat, kann sich von dem Monteur dann noch unnötiges Zeugs aufquatschen lassen, wie ein neues Türschloss.

Idealerweise kennt man ein echtes lokales Sicherheitsunternehmen, dass auch Türöffnungen anbietet. Doch man ist nicht immer in heimischen Gefilden, wenn man einen Schlüsseldienst benötigt, sondern ist mit dem Auto unterwegs oder im Urlaub. Dann bleibt einem kaum was anderes übrig als sich über eine Internetsuche den Anbieter seines Vertrauens zu suchen.

Worauf sollte man achten?

Generell verteufeln sollte man das Schlüsseldienst-Angebot im Internet nicht, aber einige Merkmale der Suchergebnisse sollten die Alarmglocken läuten lassen.

  • Teure 0900er Nummern sind, wie bereits erwähnt, ein absolutes No-Go
  • „Türöffnungen ab 10€“ sollen nur den Eindruck eines günstigen Anbieters vermitteln, denn zu diesem Preis wurde wohl noch nie eine Tür professionell geöffnet
  • Lassen Sie sich nicht von geschalteten Werbeanzeigen bei Google (die ersten Treffer Ihrer Suche) täuschen, meist steckt da Massenwerbung dahinter

Um einen guten und professionellen Schlüsseldienst zu finden, sollte man sich selbst in einer Notsituation einige Minuten Zeit nehmen und ruhig auch mal auf der zweiten oder dritten Seite des Suchergebnisses nachschauen um verschiedene Anbieter und Internetseiten vergleichen.

So sollte ein seriöser Schlüsseldienst entweder über eine 0800er-, eine Ortsruf- oder Handynummer zu erreichen sein.

Zudem ist es ein recht gutes Zeichen, wenn Bewertungen zu Schlüsseldiensten zu finden sind oder man diese über die Internetseite abgeben kann. Da sollte man vielleicht gar nicht mal soviel auf die Bewertung selbst geben (häufig werden Unternehmen von der Konkurrenz absichtlich und wissentlich falsch schlecht bewertet) sondern darauf, dass die Möglichkeit der Bewertung eine gewisse Transparenz zeigt (beispielsweise dieser Schlüsseldienst für Paderborn).

 

 

Der E-Check – Geprüfte Sicherheit

e-marke

Eine Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 (ehemals BGV A3) – oder im Allgemeinen zum leichteren Verständnis auch einfach „E-Check“ genannt kann nicht nur vor Unfällen schützen, sondern hat selbst in einem eventuell vorkommenden Schadensfall seine Sinnhaftigkeit nicht verloren – denn er kann Ihnen bares Geld sparen. Doch fangen wir am Anfang an:

Was ist der E-Check?

Beim E-Check handelt es sich um die Prüfung aller ortsveränderlichen und ortsfesten elektrischer Geräte, Anlagen und Betriebsmittel – kurz gesagt werden Ihre elektrischen Geräte auf Herz und Nieren geprüft. Ganz egal ob Toaster, Klimaanlage, Schlagbohrer oder schwere Baumaschine – kein elektrisches Gerät ist vor einem Defekt gefeit.

Hierzu kommt ein speziell geprüfter und ausgebildeter Elektriker eines qualifizierten Innungsfachbetriebes zu Ihnen und nimmt Ihre Geräte mit seinen Messinstrumenten unter die Lupe und kennzeichnet sie anschließend mit einem Prüfsiegel. Zusätzlich erhalten Sie ein Prüfprotokoll in dem der Zustand sowie eventuelle Mängel Ihrer Geräte dokumentiert werden.

Was habe ich davon?

Abgesehen von der offensichtlichen Gewissheit, dass sich Ihre Geräte in einem ordnungsgemäßen Zustand befinden und nicht kurz vor dem Kollaps bzw. Defekt stehen ist die Durchführung eines E-Checks bares Geld wert.

Denn sollte es im Verlauf eines Prüfungsintervalls doch zu einem Defekt bei einem Ihrer Geräte kommen, können Sie nachweisen, dass ein Versagen nicht Ihre Schuld ist (bei sachgemäßem Betrieb). Dies kann Sie im Fall der Fälle vor Regressansprüchen und Schadensersatzforderungen schützen.

Außerdem ist es bei einigen Versicherungen inzwischen üblich Rabatte auf die Versicherungsprämien zu gewähren, falls man eine Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 nachweisen kann.

Was ist sonst noch zu beachten?

Achten Sie darauf, dass nur zertifizierte Innungsfachbetriebe den E-Check durchführen dürfen. Die Preise sind von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich und hängen in erster Linie von der Anzahl der zu prüfenden Geräte ab, aber auch dem von Ihnen gewünschten Beratungsumfang. Lassen Sie sich also zunächst ein Angebot machen.

Auch wenn sich bei Ihnen zuhause oder in Ihrem Unternehmen nichts an der Elektronik ändert sollte der E-Check in gewissen Abständen wiederholt werden, da sich die Anlagen natürlich auch verschleißen. Das Intervall in dem geprüft werden sollte, hängt dabei von den Geräten selbst ab und variiert zwischen 6 Monaten und 4 Jahren.